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Wie wir mit einem KI-Agenten in 10 Minuten Landingpages bauen, für die wir früher Tage brauchten

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Ein Praxisbericht aus dem DECAID-Team

Jedes Unternehmen kennt das Problem: Du entwickelst ein neues Produkt/Service, das Konzept steht, die Inhalte sind durchdacht - und dann brauchst du eine Landing Page dafür. Also briefst du Design, wartest auf einen Entwurf, gibst Feedback, wartest wieder, lässt entwickeln, testest Responsive, findest Fehler, iterierst. Zwei Wochen später ist die Seite live. Für ein einziges Programm.

Wir haben fünf. Und es werden mehr.

Das eigentliche Problem: Skalierung von Qualität

Die meisten Unternehmen lösen dieses Problem mit Templates. Du baust einmal ein Design, klonst es, tauschst Texte aus. Funktioniert - bis du merkst, dass jedes Produkt seine eigene visuelle Identität braucht. In unserem Fall, dass ein KI-Training für Agenturen anders aussehen muss als eines für den Mittelstand. Dass "Langdock Enablement" ein anderes Farbklima verlangt als "Decoding AI".

Templates skalieren Quantität. Wir wollten Qualität skalieren.

Die Lösung: Ein KI-Agent, der Webseiten generiert

Unser Creative Director hat einen dedizierten Agenten gebaut, den "Program Generator". Die Architektur ist überraschend pragmatisch:

Der Agent läuft als Langdock-Assistent auf Basis von Claude Opus 4.6. Er hat Zugriff auf Referenz-HTMLs, die als Style-Vorlage dienen, und nimmt Briefing-Dokumente direkt aus Google Drive entgegen. Du übergibst ihm ein Programmbriefing, definierst eine Programmfarbe - und er generiert eine vollständige, responsive HTML-Seite, die in unser bestehendes Design-System passt.

Das Ergebnis: Keine generische Template-Seite, sondern eine individuell gestaltete Programmseite mit konsistenter Designsprache.

Der Editor war der eigentliche Geniestreich. Weil man bei KI-generiertem Code nie beim ersten Wurf landet, brauchten wir eine Möglichkeit, Feinschliff zu machen - ohne in den Quellcode einsteigen zu müssen. Die Lösung ist eine einzelne HTML-Datei, die wie ein abgespecktes Browser-DevTool funktioniert: Text direkt auf der Seite ändern, Farben anpassen, Elemente im DOM verschieben oder löschen, verschiedene Bildschirmgrößen testen. Mit Undo-Funktion und Reset. Kein Server, kein Setup, kein technisches Vorwissen nötig.

Die Webflow-Integration trennt bewusst zwei Ebenen: Die harten Fakten - CTAs, Programmdetails, Conversion-Elemente - kommen aus dem CMS und sind jederzeit zentral steuerbar. Die eigentliche Infoseite, der KI-generierte Content, liegt als Code Embed im Hintergrund und kann unabhängig ausgetauscht werden. Das bedeutet: Neue Programmseite live schalten, ohne die Conversion-Architektur anzufassen.

Was wir dabei gelernt haben

Referenz schlägt Beschreibung. Der Agent produziert deutlich bessere Ergebnisse, wenn er bestehende HTML-Dateien als Referenz bekommt, statt sich an Style-Guides und Textbeschreibungen zu orientieren. "Mach es wie diese Seite, aber in Blau" funktioniert besser als eine zweiseitige Design-Spezifikation.

Gebündelt ist besser als sauber - am Anfang. Die generierten Seiten sind monolithische HTML-Dateien: HTML, CSS und JavaScript in einer Datei. Das ist aus Software-Engineering-Sicht nicht optimal. Aber es macht das Handling radikal einfacher - eine Datei rein, eine Datei raus. Performance-Optimierung und saubere Trennung kommen später, wenn klar ist, was die Seiten wirklich brauchen. Geschwindigkeit vor Perfektion in der Validierungsphase.

Die letzte Meile ist menschlich. Der Agent liefert 80-90% der fertigen Seite. Den Rest - Textfeinschliff, Emoji-Bereinigung, markenspezifische Details - erledigt ein Mensch mit dem Editor. Und genau das ist der Punkt: Der Agent ersetzt nicht den Designer, er gibt ihm ein Werkzeug, das die repetitive Arbeit eliminiert und den Fokus auf die letzten 10-20% legt, die den Unterschied machen.

Die ehrliche Bilanz

Der Generator ist kein perfektes System. Es ist ein V1, eine erste Version, die produktiv funktioniert. Die Webflow-API-Integration ist noch manuell. Das Canvas-Feature in Langdock macht beim Download noch Probleme.

Aber: Wo wir vorher Tage für eine Programmseite gebraucht haben, stehen wir jetzt bei Minuten für den ersten Entwurf und vielleicht einer Stunde für den Feinschliff. Und jede neue Seite, die wir bauen, verbessert die Referenzbasis für den Agenten.

Das ist kein hypothetisches KI-Versprechen. Das ist ein Werkzeug, das heute im Einsatz ist - gebaut von der Person, die es auch benutzt. Und genau da liegt der Unterschied zwischen "Wir nutzen KI" und "KI verändert, wie wir arbeiten."

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Maximilian Moehring
CEO & Founder DECAID Group

Maximilian, GenAI Business Innovator und DECAID-Founder & CEO, revolutioniert die Geschäftsmodelle der Kreativbranche im KI-Zeitalter. Mit seinem "Min-Max-Prinzip" und AI-nativen Frameworks unterstützt er Führungskräfte dabei, den kritischen Wandel vom klassischen "Zeit-für-Geld"- zum zukunftsfähigen "Ergebnis-für-Geld"-Modell zu vollziehen. Seine Masterclasses und Transformations-Workshops (NPS >85) haben bereits renommierte Kreativagenturen und Marken auf ihrem Weg zu AI-nativen Organisationen begleitet.

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