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Wenn Philipp Schoeller heute über den Beginn der KI-Transformation bei MAM Baby spricht, ist er erstaunlich ehrlich.
„Wir wussten gar nicht, wie wir starten sollen."
Das ist bemerkenswert. Denn MAM Baby ist kein kleines Unternehmen. Es ist ein global agierender Hersteller von Babyprodukten – mit Mitarbeitenden von den USA bis nach Malaysia.
Und trotzdem stand das Unternehmen 2023 vor derselben Frage, die heute fast jeden mittelständischen Geschäftsführer beschäftigt.
Wie führt man KI so ein, dass es wirklich etwas verändert?
Wenn Philipp Schoeller heute über den Beginn der KI-Transformation bei MAM Baby spricht, ist er erstaunlich ehrlich.
„Wir wussten gar nicht, wie wir starten sollen."
Das ist bemerkenswert. Denn MAM Baby ist kein kleines Unternehmen. Es ist ein global agierender Hersteller von Babyprodukten – mit Mitarbeitenden von den USA bis nach Malaysia.
Und trotzdem stand das Unternehmen 2023 vor derselben Frage, die heute fast jeden mittelständischen Geschäftsführer beschäftigt.
Wie führt man KI so ein, dass es wirklich etwas verändert?
Im Sommer 2023 war das Interesse an KI bei MAM Baby groß.
Erste interne Bootcamps hatten theoretisches Wissen vermittelt. Über neuronale Netze, über Sprachmodelle, über das Potenzial der Technologie. Aber der operative Effekt blieb aus.
Das Problem war nicht mangelndes Engagement. Das Problem war fehlende Anwendbarkeit. Die Inhalte waren zu abstrakt, zu technisch, zu weit weg vom Arbeitsalltag.
Gleichzeitig gab es ein kulturelles Phänomen, das Schoeller besonders beschäftigte.
Mitarbeitende, die KI bereits nutzten, taten es heimlich. Hinter verschlossenen Türen. Mit einem Gefühl von Unsicherheit – manchmal sogar von Scham.
„Es musste erreicht werden, dass KI in unserem täglichen Arbeiten Einzug erhält." — Philipp Schoeller, Geschäftsführer MAM Baby AG, Schweiz
Den entscheidenden Impuls fand Schoeller außerhalb des Unternehmens.
Ein praxisnahes KI-Seminar, das nicht über Technologie sprach, sondern über Anwendungen. ChatGPT. Midjourney. Konkrete Use Cases. Direkte Relevanz für den Arbeitsalltag.
Die Erkenntnis war klar: Nicht die Technologie zählt, sondern ihre Anwendung. Schnell, konkret, für alle zugänglich.
Mit diesem Mindset begann MAM Baby, den Kontakt zu DECAID zu suchen. Nicht für ein weiteres Theorie-Bootcamp. Sondern für einen Partner, der Strategie und Umsetzung gleichermaßen versteht.
Marleen Petersen, Executive Assistant to the CEO:
„Wir wussten gar nicht, wie wir starten sollen. Das Bootcamp mit Timo war der entscheidende Schritt."
Was folgte, war keine Einzelmaßnahme. Es war ein System aus drei ineinandergreifenden Phasen – jede mit einer klaren Funktion.
Phase 1: Orientierung schaffen
Ein erstes Bootcamp mit dem AI-Core-Team lieferte das, was bis dahin fehlte. Orientierung. Struktur. Konkrete nächste Schritte. Nicht „Was ist KI?", sondern „Was machen wir als Nächstes?"
Phase 2: Leadership verankern
Früh war klar: Ohne die Führungsebene geht es nicht.
C-Level und Country Manager wurden aktiv eingebunden. Das gesamte Leadership-Team nahm an dedizierten Bootcamps teil – teilweise verpflichtend. Nicht als Pflichtübung. Als Signal an die gesamte Organisation.
Schoeller war überzeugt:
„Solche Themen bekommen nur dann Drehmoment, wenn das Top-Management sichtbar mitmacht."
Gleichzeitig entstanden klare Leitplanken. Interne Guidelines zum Umgang mit sensiblen Daten, besonders im F&E-Bereich. Sicherheit als Voraussetzung für Vertrauen. Vertrauen als Voraussetzung für Nutzung.
Phase 3: Skalierung durch die Academy
Alle Mitarbeitenden erhielten Zugang zur DECAID Academy.
In vier Monaten wurden über 500 Personen global geschult. Von den USA bis nach Malaysia.
„Ohne Academy hätten wir das nie in dieser Geschwindigkeit skalieren können – es war der Schlüssel für unsere internationale Umsetzung." — Marleen Petersen, Executive Assistant to the CEO, MAM Baby AG
Eine interne Erhebung nach dem Rollout zeigt das Ergebnis.
Schoeller kommentiert nüchtern:
„Wir haben keine monetären KPIs, aber 71 % berichten von konkreten Einsparungen."
Aber die vielleicht wichtigste Veränderung ist nicht messbar.
KI ist kein Fremdkörper mehr. Mitarbeitende sprechen offen darüber. Sie teilen Erfahrungen. Sie zeigen Stolz auf neue Wege. Auch in Bereichen mit hoher IP-Sensibilität – wie der Forschung – wo klare Regeln den Durchbruch erst möglich gemacht haben.
Die Geschichte von MAM Baby ist keine Erfolgsgeschichte über Technologie. Es ist eine Geschichte über Führung, Struktur und Mut. Drei Dinge, die universell übertragbar sind.
Starten mit dem „Warum", nicht mit dem „Was." Nicht „Wir führen ChatGPT ein", sondern „Wir wollen, dass unsere Mitarbeitenden effizienter und selbstständiger arbeiten." Das Ziel bestimmt den Weg.
Leadership ist nicht optional. Wenn die Geschäftsführung KI nicht sichtbar nutzt, wird niemand anderes es ernsthaft tun. Das ist keine Meinung. Das ist eine Beobachtung aus hunderten von Projekten.
Skalierung braucht Struktur. Ein Bootcamp kann Orientierung geben. Eine Academy gibt Geschwindigkeit. Wer beides kombiniert, kann in Monaten erreichen, wofür andere Jahre brauchen.
„Wir sind ein mittelständisches Unternehmen, aber wir haben es geschafft, jedem, der am Computer arbeitet, KI zugänglich zu machen." — Philipp Schoeller, Geschäftsführer MAM Baby AG, Schweiz


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